11 Tipps zur Medienerziehung heute

Medienerziehung heute: Welchen Tipp haben Sie schon in der Praxis umgesetzt?
Foto: © Troels Graugaard

In unseren Workshops „Medienerziehung heute“ fragen uns Eltern immer wieder nach konkreten Tipps, wie sie den Umgang mit Computer und Handy kindgerecht begleiten können. Wir haben Ihnen in diesem Beitrag 11 Tipps zusammengestellt, die sie direkt als Eltern und mit ihren Kindern umsetzen können. Die zahlreichen Links sind als Hilfe gedacht, die Tipps in der Praxis anzuwenden. So können Sie ihrem Interesse folgen und mit ihrem Kind die Potentiale gemeinsam erleben.

Tipp 1: Eine PC-Kindersicherung und Filter auf dem Handy können das persönliche Gespräch nicht ersetzen.

Als begleitende technische Maßnahme kann es Kinder einen bewussten und altersgemäßen Einstieg ins Internet ermöglichen und helfen, ein selbstbestimmtes Zeitmanagement zu erlernen.

Sie haben die Option, eine sogenannte „Whitelist“ anzuwenden. Sie lässt Kinder nur auf für sie geeigneten Kinderseiten im Internet surfen. Eine „Blacklist“ filtert nach speziellen Kategorien Webinhalte aus, die nicht für ihr Kind geeignet sind. Es gibt zahlreiche Anbieter (kostenpflichtig und kostenfrei) auf dem Markt. Wir arbeiten in unseren Workshops „Kindersicherung“ mit der TÜV-geprüften Software von Salfeld.

Kindersicherung: Kostenlos- oder Lizenzvariante?
http://www.sicher-dein-web.de/allgemein/kindersicherungssoftware-–-kostenlos-oder-lizenz-variante
Kindersicherung 2012 von Salfeld (kostenpflichtig, aber sehr umfangreich & vielseitig)
http://www.salfeld.de/software/kindersicherung/index.html
Mac Kindersicherung (integriert, kostenfrei):
http://www.apple.com/de/findouthow/mac/#parentalcontrols
Windows 7 Kindersicherung (integriert, kostenfrei):
http://windows.microsoft.com/de-DE/windows7/help/videos/using-parental-controls

Tipp 2: Richten die Benutzerkonten auf Ihrem Familiencomputer ein!


Mit Benutzerkonten kann jedes Familienmitglied denselben Computer verwenden und hat dabei seinen privaten Arbeitsbereich mit Programmen, Dokumenten und Einstellungen zur Verfügung. Sie sind der Administrator mit allen Rechten und Zugriffen auf alle Ordner. Ihr Kind erhält einen eigenen Zugang mit eigener Oberfläche und die Bankdaten und berufliche Unterlagen sind Ihnen vorbehalten.

Windows XP Benutzerkonten einrichten: http://support.microsoft.com/kb/905056/de
Windows 7 Anleitung: http://www.netzwelt.de/news/82680-windows-7-anleitung-benutzerkonten-anlegen-verwalten.html
Mac Benutzerkonten einrichten (Video): http://www.apple.com/de/findouthow/mac/#useraccounts

Tipp 3: Verwenden Sie für Benutzerkonten und Online Dienste möglichst sichere Passwörter.

Der Zugang zu ihrem Benutzerkonto wird mit einem Passwort gesichert. Es sollte möglichst sicher sein. Wenn Sie mit gutem Beispiel voran gehen, wird auch ihr Kind sich die Routine eines sicheren Passworts angewöhnen. Das Benutzerkonto für ein jüngeres Kind braucht noch nicht unbedingt ein eigenes Passwort. Ein möglichst sicheres Passwort enthält:
mindestens 8 Zeichen, Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen & Zahlen

Passwort für Benutzerkonten einrichten (Windows XP): http://support.microsoft.com/kb/905057/DE
Bei der Verwaltung ihrer Passwörter hilft Ihnen ein kostenfreier Passwortmanager:
Download Keepass Password-Safe
http://www.heise.de/download/keepass-password-safe.html

Überprüfen Sie Ihre Passwortstärke hier
http://www.internauten.de/fileadmin/Missionen/Internauten_Passworte/index.html
Bitte nicht ihr Original Kennwort verwenden, sondern eines mit der gleichen Länge und Sonderzeichen.

Tipp 4: Aktivieren Sie den Jugendschutzfilter bei Youtube.

Mit dem „sicheren Modus“ bei YouTube können Sie nicht-jugendfreie Inhalte und Kommentare aus Youtube ausblenden.
So aktivieren Sie den „Sicheren Modus“ bei YouTube
„Schritt 1: Du kannst unten auf jeder Seite auf „Sicherheit“ klicken, um die Einstellungen zu öffnen.
Schritt 2: Klicken Sie auf „Aktivieren“ und „Speichern“.
Schritt 3: Sie verwenden jetzt den sicheren Modus!“
Hinweis: Der sichere Modus ist derzeit nicht für Handys verfügbar, er muss für jeden Browser einzeln eingestellt werden.

http://support.google.com/youtube/bin/answer.py?hl=de&answer=174084
http://www.chip.de/news/YouTube-Safety-Mode-Neue-Jugendschutz-Funktion_41457780.html

Tipp 5: Schauen Sie nicht nur auf ihre Kinder, sondern auch auf sich selbst!


Ihre Haltung zur Mediennutzung überträgt sich auf ihre Kinder. Reflektieren sie selbst und zusammen mit ihrem Partner oder Freunden, wie sie Medien zu Hause nutzen. Wie kommunizieren sie online und welche Daten hinterlassen Sie? Wie kaufen Sie heute Musik ein? Wie gehen Sie mit ihren Daten und Passwörtern um?
http://www.klicksafe.de/service/materialien/broschueren-ratgeber/datenschutz-tipps-fuer-eltern/

Schauen Sie sich doch einmal diese Bildergeschichte an.

Tipp 6: Schieben Sie die Verantwortung nicht nur auf die Schule

Medienerziehung findet zu 95% zu Hause statt. In der Schule erfolgt der Medieneinsatz.
Spielregeln für den Handyeinsatz und vieles mehr: http://www.handy-in-kinderhand.de

Tipp 7: Schauen Sie sich die aktuellen Einstellungen ihres Handy- Geräts an!

 Eine umfassende Kindersicherung fürs Handy gibt es noch nicht.
Handys – vom Telefon zum multimedialen Alleskönner mit Tücken:

Tipp 8: Sichern sie Ihr  lokales Wlan!

Sie können über ihren lokalen Router (z.B. eine Fritz Box) einzelnen Geräten Zugriff zum Internet verschaffen & verweigern und diesen auch zeitlich begrenzen. So können Sie die Internetnutzung von mobilen Geräten Ihrer Kinder wie Ipod Touch etc., zumindest zu Hause regulieren.

Tipp 9: Besprechen sie Regeln fürs Handy, den PC und Spielkonsolenzeiten mit ihrem Partner, Bekannten, Verwandten und Kindern

Genaue Zeitvorgaben sind nicht das einzige Kriterium. Vielmehr kommt es auf die Qualität statt auf Quantität der Bildschirmzeiten an. Es macht auch Spaß mit ihren Kindern gemeinsam Regeln für das sichere surfen zu besprechen. Sie können dabei sicherlich viel lernen.

Sicher surfen – die Spielregeln
http://seitenstark.de/kinder/surfen-aber-sicher/sicher-surfen

Tipp 10: Lassen sie sich als Mutter und Vater nicht gegeneinander ausspielen.


Wenn Sie sich als Eltern einig sind, dann haben Sie schon viel gewonnen. Egal, ob TV gucken, Computerspiele oder Internet. Wichtig ist, dass sie konsequent und nachvollziehbar ihre Regeln aufstellen.
Auch Fernsehen muss von Kindern erlernt werden.
http://www.familie-und-tipps.de/Kinder/Erziehung/Fernsehen-Kinder.html

Tipp 11: Seien sie neugierig! Wofür interessiert sich ihr Kind? Sie können viel dabei lernen und gemeinsam mit Medien Spaß haben.


Und wenn ihr Kind Fragen hat, dann gehen sie doch gemeinsam im Internet auf Spurensuche.
Gerade bei Rechtsfragen, wie z.B. dem Download von Filme, Musik, und Fotos, können Sie sich auch gemeinsam informieren.

Füllen Sie mit Ihrem Kind folgenden Fragebogen aus: Texte Filme, Fotos – was ist erlaubt?

Wie gehe ich mit persönlichen Daten um?
http://www.hanisauland.de/links/sicherheitstipps.html

Oder machen Sie doch den Surfschein beim Internet ABC mit Ihrem Kind:
http://www.internet-abc.de/kinder/surfschein.php?SID=3iGLl07uTRWbZNc7cw3ajEvv8POOBKME

Weiterführende Weblinks

https://www.klicksafe.de/
Die Seite www.klicksafe.de bietet Tipps und Materialien zu den wichtigsten Jugendmedienschutz-Themen sowie aktuelle Informationen zu den Chancen und Risiken der Internetnutzung.

http://medienkompetenz-hessen.de
Netzwerk gegen Gewalt ist eine hessenweite Initiative für mehr Medienkompetenz. Für Eltern, Lehrer, Polizei- und Sozialpädagogische Fachkräfte

http://www.internet-abc.de/
Informationen über das Internet mit einer Bibliothek, einer Werkstatt zum Selbermachen, einem Spielsalon und der Redaktion mit aktuellen Themen. Nützliche und ausführliche Informationen zum Thema Computer und Internet – im Portal für Eltern und Pädagogen.

http://www.klick-tipps.net/
Internetseiten für Kinder über Spiele, Sport, Freizeit, Politik und mehr. Bewertet und geprüft durch die eigene Kinder- und Erwachsenenredaktion.

http://www.chatten-ohne-risiko.net/
Seit 2004 werden zahlreiche, bei Kindern und Jugendlichen beliebte Chats, um herauszufinden, wie gefährlich sie für ihre Nutzer sein können, und um Tipps zur sicheren Nutzung zu geben.

http://www.flimmo.de/
Beratende Fernsehzeitschrift für Eltern. Es können Einzelbewertung zu allen kindgerechten Sendungen abgerufen werden.

http://www.elternimnetz.de/cms/paracms.php?site_id=5&page_id=159
Eltern im Netz, rund um den Umgang Internet und Kinder

http://www.irights.info
Internetrecht

http://www.bka.de/kriminalwissenschaften/sirup.pdf
SirUp Studie 2010 – Sicherheitsrisiken für Eltern durch kindliche und jugendliche PC-Nutzer

http://www.mpfs.de
KIM /JIM Studie

http://www.jugendschutz.net/materialien/chatten_ohne_risiko.html
Chatten ohne Risiko

Infos zu Handy

http://www.handysektor.de/
Sicherheit in mobilen Netzen

http://www.handy-in-kinderhand.de/
Informationen und Tipps für Eltern

Abofallen und Abzocke

http://www.verbraucher.de/jugend/index.html
Verbraucherzentrale : Abofallen im Internet, Handy und Co.
Tel.: 01805 / 97 20 10

http://www.computerbetrug.de/abzocke-im-internet/
Abzocke im Internet, wichtige Infos

Die Veranstaltung „Medienerziehung heute – so richte ich Comnputer & Handy kindgerecht ein wird finanziell gefördert durch:

Präventiver Jugendschutz, Jugend- und Sozialamt, Frankfurt am Main
Kirstin Koch,
www.jugendschutz-frankfurt.de
Tel.: 069 212 73010
E-Mail: kirstin.koch@stadt-frankfurt.de

Verein Eltern für Schule e.V. (Förderverein des Stadtelternbeirats Frankfurt)
Wilfried Volkmann
http://www.steb-ffm.de
Tel: 069 / 625564
E-Mail: volkmann.steb-ffm@gmx.de

Medienerziehung heute – In Workshops richten wir Computer & Handy kindgerecht ein
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