Pinterest, meine visuelle Gedächtnisstütze

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Pinterest ist eine sehr schnell wachsende Social Media Plattform (11,7 Mio einzelne Besucher im Januar 2012), die häufig für Urheberrechtsverletzungen kritisiert wird. Ich bin Lena Pauwels und aktive Pinterest Nutzerin. In meinem zweiteiligen Artikel stelle ich Ihnen meine persönliche Pinterest-Strategie vor (Teil 1) und zeige, wie man mögliche Urheberrechtsverletzungen vermeiden kann, auch mit Hilfe Pin-It Buttons (Teil 2).

Pinterest – ideal für den Do-it-Yourself Bereich
Ich bin sehr aktiv im DIY Bereich und da sich viele Menschen, die sich für kreatives Basteln, Stricken & Nähen u.ä. interessieren auf dieser Plattform aktiv sind, bin ich auf diese Seite gestoßen.

Vor einiger Zeit hörte ich in der Digi Show (einen Podcast über digitales Scrapbooking) von Pinterest. Einem Bookmarking Tool mit dem man nicht mehr nur nach Titeln abspeichert, sondern nach Bildern! Ich hab mir also die Seite angeschaut und war begeistert. Das sah alles sehr einfach zu bedienen aus und war richtig übersichtlich. Also hab ich eine Einladung angefordert und abgewartet …
Mein bisheriges System, um Inspirationen zu speichern, funktionierte nicht ganz so gut.
Ich lese Blogs über den Google Reader, so erschien es sinnvoll mit der bereitgestellten Tagfunktion zu arbeiten. Das erwies sich aber nur als bedingt sinnvoll. Häufig speichere ich Strickprojekte oder Scrapbookingideen, wenn ich etwas nacharbeiten möchte weiß ich häufig noch Farben oder Schnitte. Blogtitel hingegen vergesse ich relativ schnell, insbesondere wenn sie sich nicht direkt auf das fertige Stück beziehen. Die Tags erwiesen sich als zu grob oder zu fein. Beides hatte sehr lange Suchzeiten zur folge.

Pinterest-Anmeldung beginnt mit einer Einladung
Nach ein paar Wochen bekam ich meine Einladung (die Einladungen über die Seite brauchen sehr lang, aber jedes Pinterest Mitglied darf selbst auch einladen und das geht innerhalb von Minuten. Einziger Nachrteil: um sich anzumelden braucht man einen Twitter oder Facebookaccount). Ich hab angefangen und nach und nach füllten sich meine Boards.

Cardinspirationsboard

Boards sind die Kategorien in die man seine Pins (also die Lesezeichen) einteilt.
Angefangen habe ich mit Boards zu den Themen Karten (Cardinspiration), Layouts, stricken, Projekte die ich machen möchte, Scrapbooking (generell), Sketchen, Farbinspiration und Dingen für das Zuhause.
Die einzelnen Boards kann man anklicken und schon ist man bei den eigentlichen pins (den Lesezeichen).

Und so auf meinem Karten-Board: Die hier zu sehenden Pins sind mit freundlicher Genehmigung von der Stempelwiese (Steffi Nitzpon). Für mich ist das sehr übersichtlich und spart mir beim Suchen eindeutig Zeit.

Die soziale Seite von Pinterest
Wie bei vielen Diensten bietet auch Pinterest eine soziale Komponente: man kann Leuten folgen bzw. von anderen verfolgt werden, also angezeigt zu bekommen was andere pinnen. Es ist auch möglich nur einzelnen Boards von Leuten zu folgen, wovon ich sehr häufig gebrauch mache. Diese Funktion finde ich sehr angenehm, denn manchmal möchte ich nur einigen Themenbereichen folgen aber nicht allen.
Wie finde ich nun Leuten denen ich folgen möchte? Zum einen kann man sich die Freunden aus Twitter und Facebook und ihre Boards anzeigen lassen. Zum anderen besteht die Möglichkeit Pins zu einem Thema zu suchen. Wenn man auf eine Person stößt die viele Pins zum gewünschten Thema hat lohnt sich immer auch ein Blick auf das Profil der Person. Auf diese Weise hab ich schon tolle Ideen, Tutorials und Projekte entdeckt.

Meine Startseite schaut nun wie folgt aus, zuerst werden mir die Pins der Leute, denen ich folge und meine letzten Pins angezeigt (aus rechtlichen Gründen sind auf dem Screenshot nur Pins von mir zu sehen, für deren Veröffentlichen Sicher Dein Web die Genehmigung bekommen hat):

Screenshot Pinterest Stream

Screenshot Pinterest Stream

Die hier zu sehenden Pins sind mit freundlicher Genehmigung von der Stempelwiese (Steffi Nitzpon)
Zu Beginn habe ich einfach losgepinnt, da ich Pinterest einfach als Bookmarkingtool gesehen habe. Nach einer Diskussion im DP-Forum hat sich dies aber geändert.
Im Teil 2 meines Berichts möchte ich mein Vorgehen mit Ihnen teilen und aufzeigen, wie man Urheberrechtsverletzungen auch mit Hilfe des Pin-It Buttons vermeiden kann. Ich berichte Ihnen, welche Reaktionen ich erhalten habe, nachdem ich einzelne Personen aktiv um Erlaubnis gefragt habe, Ihre Bilder & Fotos zu teilen.

Jetzt bin ich gespannt, wer von Ihnen nutzt Pinterest? Für welche Themenbereiche hat sich Pinterest bewährt?

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2 Kommentare zu Pinterest, meine visuelle Gedächtnisstütze

  1. Steffi sagt:

    Super Beitrag! Danke dafür 🙂

  2. Vera sagt:

    Ich bin ein Spätzünder und lese den Artikel erst jetzt. 😉 So habe ich Pinterest bis jetzt auch noch nicht genutzt.
    Stutzig geworden bin ich durch meine Statistik, in der ich Zugriffe von Pinterest verzeichnet sah. Ein bisschen schlau gemacht konnte ich dann zurückverfolgen, welche Fotos von welchen meiner Seiten gepinnt wurden. Ohne meine Erlaubnis!
    Wie kann das sein? Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, weil ja auch ein Link dabei ist – wenn man mal von dem Link auf eine Suchmaschine absieht. Aber befremdlich finde ich das Ganze schon.
    Gut, die Pinns waren von ausländischen Nutzern, wo das Urheberrecht nicht solch eine Bedeutung hat wie in Deutschland.
    Ich finde Deine Vorgehensweise auf jeden Fall besser. Jetzt überlege ich, ob ich Pinterest nutze oder lieber doch nicht …

    Liebe Grüße,
    Vera

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