Frankfurter Bürgerpreis für Digitale Helden

„Wir gratulieren Ihnen zum Frankfurter Bürgerpreis“! Wow, tatsächlich. Die Digitalen Helden sind Preisträger des renommierten Preises der Frankfurter Sparkassen Stiftung. Die Preisverleihung findet am Montag, 23. Juni um 17.30 im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Wir freuen uns, lieber Leser und Freunde der Digitalen Helden, wenn Sie in den Römer kommen und mit uns feiern!
Frankfurter Bürgerpreis Besonderer Dank gilt Wilfried Volkmann vom Verein Eltern für Schule e.V., der uns für diesen Preis vorgeschlagen hat und allen ehrenamtlich tätigen Eltern, engagierten Lehrkräften und Partnern im Netzwerk. Insbesondere Kirstin Koch, Präventiver Jugendschutz Frankfurt, Rolf Schuhmann, Landeskoordinator Jugendmedienschutz, Ronny Günkel, Netzwerk gegen Gewalt und Angelika Beranek und Beate Kremser haben die Digitalen Helden zu dem gemacht, was Sie heute sind: Ein Netzwerk von engagierten Menschen.
Um diesem Netzwerk ein Fundament zu geben, befinden wir uns aktuell in Vorgründung der gemeinnützigen Digitalen Helden gGmbH!

Welche Tätigkeiten beinhaltet das Engagement?
Die Digitalen Helden sind SchülerInnen der 8.-10. Klasse, die schulübergreifend durch MedienpädagogInnen zu „Digitalen Mentoren“ ausgebildet werden. Sie beraten vor allem jüngere Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse beim Umgang mit persönlichen Daten (z.B. Fotos) im Internet, sozialen Netzwerken und bei der Prävention von Cybermobbing. Sie führen eigenständig Klassenbesuche durch, führen mit jüngeren SchülerInnen erste Gespräche im „digitalen Notfall“ und gestalten Elternabende mit. Begleitet werden die Mentoren durch Pädagogen Ihrer Schule und durch Ausbilder aus dem Digitale Helden-Team.   

Aktionen in 2013/2014

  • 5 Präsenzfortbildungen der SchülerInnen und Lehrkräfte in 2013/2014
  • Präventionsarbeit: Klassenbesuche &  Elternabende
  • Schülerfallberatung bei „Stress im Internet“ (Cybermobbing/ Sexting)
  • Partnernetzwerktreffen (Austausch unter Netzwerkpartner (PädagogInnen, Schulleiter, Polizisten, Jugendamt Präventiver Jugendschutz, Verein Eltern für Schule e.V., Museum für Kommunikation)

http://www.steb-ffm.de/index.php/staendige-informationen/836-elternbrief-zum-schuljahresbeginn-steb-ffm-und-verein-eltern-fuer-schule-ev

Welcher Beitrag wird geleistet, um den Gemeinschaftssinn und das Miteinander vor Ort zu verbessern? Das Projekt „Digitale Helden“ engagiert für eine Verbesserung des präventiven Jugendmedienschutzes an Sekundarschulen. Vielfalt und Gemeinschaft im Zusammenleben und Zusammenarbeiten von SchülerInnen ist zentral für das Gelingen dieses Projektes und wird auf drei Ebenen gefördert:

1. Ebene: Vielfalt durch schulübergreifende Zusammenarbeit: Seit Februar 2013 arbeiten fünf unterschiedliche Schulformen im Präventionsprojekt in Frankfurt und vier Schulen in Limburg zusammen. Hierbei kommen in Frankfurt 26 SchülerInnen aus 9 verschiedenen Nationen zusammen. Das Frankfurter Schul-Netzwerk besteht aus aus:

— Anne-Frank-Schule (Realschule),
— Ernst-Reuter-Schule II (integrierte Gesamtschule),
— Freie Waldorfschule (Schule in freier Trägerschaft),
— Hostatoschule (Hauptschule mit verbundener Grundschule),
— Lessing-Gymnasium. 

2. Ebene: Gemeinschaft durch Institutionen übergreifendes Netzwerk: Bei der Umsetzung des Projektes an den Sekundarschulen kooperieren die „Digitalen Helden“ mit ihren MitschülerInnen, ihren VerbindungslehrerInnen, ihren Schulleitungen und den Eltern. Erfolgreich ist das Projekt an einer Schule dann, wenn sich die gesamte Schulgemeinde dafür engagiert. Das Hessische Kultusministerium und die Stadt Frankfurt am Main als Schulträger sind notwendige Kooperationspartner, um den nachhaltigen Erfolg des Projektes zu sichern. Deshalb haben der Hessische Kultusminister Prof. Dr. Alexander R. Lorz und Bürgermeisterin a.D. Jutta Ebeling die Schirmherrschaft für die „Digitalen Helden“ übernommen.

3. Ebene: Vielfalt und Gemeinschaft durch Onlineaustausch: In einer gemeinsamen Facebookgruppe tauschen sich die Frankfurter SchülerInnen mit den MedienpädagogInnen und untereinander informell aus. Hier kommen SchülerInnen miteinander in Kontakt und Austausch im „normalen“ nicht mit einander kommunizieren würden. Gymnasiast aus dem Lessinggymnasium trifft Hauptschüler der Hostatoschule. Realschüler aus der Anne Frank chattet mit Gessamtschüler der Ernst Reuter Schule. 

Hier veröffentlichen die Ausbilder aktuelle Neuigkeiten zu WhatsApp, Facebook und dem Datenschutz. Schüler stellen Fragen die andere Schüler oder die Ausbilder beantworten. Das gemeinsame schulische Lernen von Ausbildern und PädagogInnen findet aktuell auf der nicht-kommerziellen Open Source-Onlineplattform Mahara statt. 

Was wurde bereits erreicht, was soll noch erreicht werden?
Gemäß dem Motto „Schülerinnen und Schüler (SuS) helfen SuS“ werden im Projekt „Digitale Helden“ Jugendliche mit sehr guten Kenntnissen im virtuellen Raum zum Ansprechpartner und Onlinecoach für jüngere und gleichaltrige Mitschülerinnen und Mitschüler ausgebildet.

In 2013 wurden insgesamt 54 Digitale Helden in neun Schulen (davon fünf in Frankfurt am Main) durch das Frankfurter Digitale Helden Ausbilderteam fortgebildet. Die fortgebildeten SchülerInnen konnten in Klassenbesuche und Elternabende ihr Wissen weitergeben. Dadurch haben sich ca. 2250 SchülerInnen und ca. 900 Eltern Medienkompetenz zur Prävention von Cybermobbing aneignen können.

Wir nehmen zum Schuljahr 2014/15 weitere Schulen verschiedener Schulformen in das Netzwerk auf und fördern so weiter die Vielfalt der Schulkulturen im Projekt. Auf der Seite www.digitale-helden.de bereiten wir zeitnah alle benötigten Materialien für Ihren Einsteig zum neuen Schuljahr auf.

Das Thema Medienkompetenz ist für alle SchülerInnen und PädagogInnen in Frankfurt, egal welcher Herkunft, egal welcher künftige Bildungsabschluss angestrebt wird und egal in welchem Stadtteil sie wohnen, ein wichtiger Bestandteil ihrer Lebenswirklichkeit. Die Digitalen Helden begleiten als ältere SchülerInnen ihre jüngeren Mitschüler und setzen sich für einen respektvollen Umgang miteinander ein und stehen als Ansprechpartner auf Augenhöhe (Peer Education-Ansatz) im digitalen Notfall für ein Gespräch bereit. Bei Bedarf können Sie externe fachliche Hilfe organisieren. In vielen Fällen lösen Sie die (Online-) Konflikte junger Menschen selbst. 

Das Projekt wird ab September 2014 für zwei Jahre wissenschaftlich evaluiert. 

Die Digitalen Helden im TV:
ZDF heute Sendung über die „Digitale Helden“, 19. November 2013: 

„Die Hoffnung liegt auf Gleichaltrigen wie den Digitalen Helden, sie sind einfach näher dran an den Problemen der Jugendlichen.“ (ZDF heute Sendung“) http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/2031282/ZDF-heute-Sendung-vom-19-November-2013

Digitale Helden bei  SAT 1, 10. Dez. 2013: https://www.youtube.com/watch?v=S2pJzbxNPG4&feature=share

Dieser Beitrag wurde unter Digitale Helden, Handy, Medienpädagogik, Mobbing, Neue Medien in Schulen, Online-Strategien, Peer Education, Smartphone abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.